Marion Anna Simon: Gemaltes Kaddisch

Eine Künstlerin malt das Kaddisch. In 333 Selbstporträts wagt Marion Anna Simon eine ungewöhnliche Niederschrift des jüdischen Gebetes im Zeichen der Trauer.

Am 7. Januar 2017, einen Tag nach dem Tod ihrer Mutter, beginnt Marion Anna Simon mit der Arbeit an ihrem gemalten Kaddisch. Was zunächst als ganz persönliche Trauerarbeit einsetzt, entwickelt sich schnell zu einem künstlerischen Konzept: 333 gemalte und gezeichnete Selbstporträts entstehen innerhalb von elf Monaten – in täglicher Aufzeichnung, mit Acryl und Aquarell, Bleistift und Kugelschreiber, Ölkreide und Pastell, auf Papier und Leinwand, Tapete und Karton, in linierte Schulhefte und billige Notizblocks. Marion Anna Simons Zyklus erforscht das eigene Gesicht als Ort der Trauer und Selbstvergewisserung, er dokumentiert jenseits des jüdischen Bilderverbotes und der patriarchalischen Zuschreibungen an die Söhne ein künstlerisches Ritual in der Tradition des Heiligungsgebetes zum Totengedenken.
Der Band erscheint begleitend zur Ausstellung im mittelalterlichen Judenhof und Museum SchPIRA, Speyer, vom 25. Mai bis 21. Juni 2019.

Ein Buch der reihe cantz

14,00

Zusätzliche Information

Buchautor(en)

Doris Hansmann, Fotini Ladaki

Gestaltung

Nina Glanz, Kaisers Ideenreich

Maße

11,8 x 18 cm

Seitenzahl

144

Abbildungen

121, farbig

Umschlag

Broschur

Sprache(n)

Deutsch

ISBN

978-3-947563-50-0